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Beispiel einer Kündigung Billig und Rechtlos - Bauernopfer der Globalisierung? |
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In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind,
ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt! - G. Orwell 1984 |
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Anlass dafür, diese detailliertere Seite
zusammen zu stellen, war meine Kündigung, die ich im Dezember 2008 erhielt.
Danach hatte ich immerhin genug Zeit, Geschichten, Notizen und Gedanken zu sortieren und niederzuschreiben, wofür ich während meiner beinahe 6 Jahre
langen Tätigkeit als Schichtarbeiter immer weniger gekommen war, da der Druck auf die
Beschäftigten insgesamt immer größer wurde. Deshalb trat ich bereits im September 2005 als
Vorsitzender des Erdinger Literatentreff e.V. zurück,
im Jahr 2006 als Gesellschafter
der GbR Inna Janssen und Walter Koppe (MiFaZ). Die
wesentliche Frage: "Gibt es einen
Unterschied zwischen offiziellen und tatsächlichen Kündigungsgründen?"
beschäftigte mich schon deshalb so intensiv, weil sie fürs
Arbeitsgericht ganz wesentlich wurde. Denn, falls manche Kündigungsgründe nur vorgeschoben werden, was steckt dann
weiter dahinter? |
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Nachtrag 1: Die selbe Arbeit über
Leiharbeit in Billiglohn |
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Nachtrag 2: Vom Widerspruch auf
Kündigung |
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Nachtrag 3: Ich werde
Bundestagskandidat der Linken |
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Nachtrag 4: Mein Fall wird
Ausgangspunkt für ARD-Sendung "panorama" |
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| Wegen
Kündigung unentschuldigt gefehlt! - Hilfe, wo bleibt der Witz? |
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Von Mai 2003 bis Dezember 2008 arbeitete ich als Gepäckfahrer am Münchner
Airport.
Bleibt am Ende die viel spannendere Frage nach den tatsächlichen Motiven? |
| Kündigungsgrund:
versäumte Attestpflicht oder: was eine leer geräumte Personalakte damit zu tun haben könnte? |
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Seit Ende August 2008 hatte ich als integrierter
Gepäckfahrer im Innendienst jede zweite der siebentägigen Arbeitswochen
Extrem-Frühschicht, also sieben Tage in Folge ab 4 bzw. 5 Uhr - obwohl ich zuvor alles unternommen hatte, eine Alternative zu finden.
Deshalb suchte ich gegenüber den Vorgesetzten und Betriebsräten
(rechts, per e-Mail) das speziell für Fahrer ausgehende Risiko bezüglich Konzentration und Sicherheit
auf dem Vorfeld darzustellen. Die Antwort der Vorgesetzten war,
dass die Kollegen im T2-Innendienst ja die Wahl gehabt hatten, sich aber für diese "Turnusanpassung V7" entschieden.
Leider nahm bei dieser Befragung jedoch kein einziger Fahrer teil, weil man diese erst nach der Befragung in den Innendienst
überführt hatte. Genau der Grund mangelnder Konzentration - die vierte F1-Schicht ab 4 Uhr in Folge - war es nämlich, die schließlich dazu führte, dass ich mich am 02.09.08 telefonisch mit Kopf- und Augenschmerzen beim Disponenten krank meldete, mich danach gleich wieder schlafen legte, um die restliche F1-Schicht durcharbeiten zu können - was ich dann auch tat. Dass ich an einem solchen Tag die Attestpflicht vergas, welche mir 4 Monate zuvor auferlegt worden war - eigentlich hätte man dafür Verständnis aufbringen können. Doch auch Verständnis scheint mancherorts ein eher rudimentärer Begriff. Im konkreten Fall könnte man noch ergänzen: Ich war die Monate zuvor nicht krank, denn so hätte ich die Auflage sicher in Erinnerung behalten! Es stimmt übrigens tatsächlich, dass Kollegen, die selten krank sind auch attestpflichtigen Fällen gegenüber nicht so vertraut sind. Ich jedenfalls hatte die erste Zeit am Flughafen nicht einmal einen Hausarzt. Man könnte also sagen: Nur Übung macht den Meister - was selbst fürs Krankmachen gilt! Innerhalb meiner knapp 6 Arbeitsjahre beim BVD kamen ca. 30 Fehltage zusammen,
also etwa 3 % der
gesamten Arbeitstage. Wenn man nun weis, dass die Krankenrate beim BVD zuletzt bei
14 % lag (im Feb. 2009 erfuhr ich von 18 %!!!),
erscheint es nur schwer vorstellbar, dass gerade ein solcher Mitarbeiter dann gerade hier überdurchschnittlich viele Fehler
und Abmahnungen verursacht. (Nebenbei: Ich fuhr die letzten 5 Jahre mit
dem Fahrrad zur 13 km entfernten Arbeit, Sommer wie Winter; hatte in 30
Jahren Auto-Erfahrung keinen einzigen selbst
verschuldeten Unfall).
Man könnte nun denken, dass es wohl zuvor andere Gründe gegeben haben muss, und
welche Frau Kiesewetter,
der Zuständigen im Verwaltungsbereich wiederholt die Äußerung entlockte (zuletzt im
BR-Büro im T2 in Anwesenheit zweier BR): "So eine dicke
Personalakte wie bei Ihnen hab ich noch nirgendwo gesehen" - was bei
mir wiederum den verstärkten Wunsch nach dessen Einsicht auslöste, damit am Telefon wiederum
einen Lachanfall verursachte - im Sinne von "ausgelacht zu werden"! - ?.
Bereits eineinhalb Jahre zuvor
erkannte ich beim raschen Durchblättern meiner Personalakte Unterlagen,
z.B. den xED-Bericht: "Rente mit 67", die
dort nichts zu suchen haben! Ich dringe nun also etwas tiefer in die Geschichte ein ...
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einer meiner vergeblichen Versuch, die Extrem-Frühschichten
(7 Tage am Stück) zu umgehen: |
| Ausweis-Problem |
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Bald schon nach Beginn meiner Tätigkeit am Airport hatte
ich ein ganz spezielles Problem, welches irgendwann auch auf andere
Bereiche auszustrahlen begann: mein FMG-Ausweis. |
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Zwei Abmahnungen an einem Tag - der 07.06.2007 |
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Termin bei Simone Am 06.06.2007 (ich hatte ab 4.30 Uhr Frühschicht) wurde ich vom
T2-Schichtleiter darauf hingewiesen, dass ich einen Termin bei "Simone" hätte. Konkret lief das Gespräch etwa
wie folgt: Frau H. hielt mir als Verfehlung vor, nicht immer
"Kommen" und "Gehen" gestempelt zu haben. Ich entgegnete, dass nicht ich, sondern möglicherweise die
Unzuverlässigkeit des Stempelgeräts schuld sei, dass ich ab März deshalb auf
Rat eines Kollegen sicherheitshalber immer doppelt gestempelt hätte, bis
die entsprechende "Doppelmeldung" auf dem Display erschien - Die letzte
Fehlbuchung stammte dann auch vom 16.03.07, es waren seitdem also fast drei
Monate vergangen; d.h., es gab keinen aktuellen Anlass! Ach richtig, gleichzeitig mit Abmahnung Nr. 1
erhielt ich ja noch eine Nr. 2. Was ist der Sinn von zwei Abmahnungen an einem Tag?
War es ursprünglich nicht einmal Sinn einer Abmahnung, das eigene Verhalten
nach einer ersten Abmahnung so abzuändern, um sich keine zweite Abmahnung einzuhandeln - als eine Art erzieherischer
Maßnahme - ? Eine Frage der Sicherheit
Interessant der Verlauf der zwei Arbeitswochen danach, die den Abmahnungen
folgten: Der wirkliche Abmahnungsgrund war längst geklärt
In den folgenden Monaten hatte ich Gelegenheit, mich mit weiteren Kollegen über meine Erfahrungen auszutauschen. So erfuhr ich,
dass manche bezüglich des Stempelproblems ganz ähnliche
Erfahrungen gemacht hatten,
ich also bei weitem kein Einzelfall war. Während Kollege Misti das Problem
irgendwann damit umging,
dass er doppelt stempelte - von ihm stammte also mein bereits oben genannter
Tip, Fehler zu umgehen um diese bewusst mit Doppelmeldungen zu provozieren, Was steckt dahinter?
Meiner Meinung - und inzwischen wird es immer mehr zur Allgemeinmeinung bei
den beschäftigten Kollegen - geht es auch in zahlreichen anderen Fällen,
etwa den Auflösungsverträgen, vor allem um den längst bekannten Zweck, nämlich
um das Reduzieren tarifverträglicher Arbeitsstellen, um
die selben danach an Billigtöchter und Leiharbeiter vergeben zu können. doch zuvor geht's hier weiter: |
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Schuldfragen |
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Im Mai 2007 war ich versehentlich meinem Kollegen (Schorsch
Scharl),
dessen Rofan in der Wartereihe direkt vor mir stand, aufgebumst - in Minimalgeschwindigkeit von ca. 1
bis 2 km/h. Vor Jahren koppelte ich als Angepäck-Fahrer auf einer Position vor dem T2 wiederholt eine
Reihe Wägen an, um diese zum Entladen ins Modul zu ziehen.
Beim zweiten Ankoppeln stand Kollege Helle mit einem Fuß zwischen den
hinteren Wägen, so dass ein Rad seinen Fuß überrollte.
Er war eine Woche krank geschrieben. Wer war schuld? Es geht mir hier ganz bewusst nicht darum, mich als Fehlerlos darzustellen, allerdings wiederhole ich nochmal: Für mich ergeben derlei Vorkommnisse (auf die Dispo-Tür im T2 gehe ich noch gesondert ein) innerhalb von knapp 6 Jahren - auch im Vergleich zur Arbeitsleistung und den Vorkommnissen anderer (teilweise sehr schwerer Unfälle, Sachschäden, die große Zahl der auf Dauer Verletzten, den sog. Leistungs-Umgewandelten, die sich z.B. an der Kankheitsquote von 14 - 20 % ablesen lässt !!!) keine besonderen Auffälligkeiten - außer man sucht sie! |
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Wer mahnt die tatsächlich Verantwortlichen? |
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Ein immer größer werdender Anteil der Schäden liegt jenseits individuell-menschlichen Verschuldens, und hat vor allem in den stetig verschlechternden Arbeitsbedingungen und dem mangelhaften technischen Zustand der Geräte zu tun, um Kosten zu reduzieren - Dies wissen die meisten Kollegen und Betriebsräte, nur die Verantwortlichen wollen dies nicht akzeptieren, und drehen weiter an der Schraube wie bisher ! Wie lange eigentlich noch? Bis die Krankenquote 30, 40 oder 50 % beträgt? Bis mehr Trauerbildchen in den Aufenthaltsräumen hängen als Beschäftigte davor sitzen? je flexibler die Arbeitszeit ...
Fakt ist: Schichtarbeit macht krank, man wird müder und unaufmerksamer. Inzwischen gibt es genügend
aussagekräftige Untersuchungen (siehe z.B. auf wellnessing.de), etwa zum Zusammenhang zwischen
Schichtarbeit und dem Immunsystem. Darin heißt es z.B., dass Krebs-, aber auch Herz- und Kreislaufrisiko
stark erhöht sind.
Grad in Zeiten stetig zunehmender Flexiblisierung der Arbeitsbedingungen
verkürzt sich nicht nur das Leben von Schichtarbeitern - deren
Lebensarbeitszeit man eben auf 67 Jahre hinauf gesetzt hat, weil irgendeine
Lobby aus Politik und Wirtschaft ihnen das Gegenteil vorlügt, und
gleichzeitig für die Ergänzung einer privaten Riester-Vorsorge wirbt, die
sich kein FMG-Arbeiter leisten kann, ... seit Jahren kein neuer Rofan (Gepäckfahrzeug) Fakt ist, dass beim BVD seit Jahren kein neuer Rofan mehr angeschafft wurde, dass ganz massiv bei der technischen Instandsetzung und Wartung gespart wird (Quellen: Eigenerfahrung, zuständige Vorarbeiter, Betriebsräte). Last-Minute-Gepäck und kein Datenfunk
Zwar existieren zahlreiche Vorschriften, etwa Last-Minute-Gepäck übern Datenfunk
entsprechend zu kennzeichnen (siehe unten), doch was hilft das, wenn der
Datenfunk bei nur mehr der Hälfte der Fahrzeuge auch funktioniert? In
zahlreichen Fällen bleibt den Fahrern gar nichts anderes übrig, als Flug-
und Positionsnummer zu notieren, was einerseits fehleranfällig ist - vor
allem Zeit kostet. Problematisch ist das vor allem am
"Last-Minute-Band", wo jede Sekunde entscheiden kann, ob der
Koffer von der Crew noch ins 5er-Loch befördert werden kann oder nicht. |
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Noch alle Schrauben beieinander? |
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Das weiter oben bereits genannte Beispiel, wie sich aus einem Klein-Schaden ein riesiges Geschrei machen
lässt - wenn man nur will: |
![]() Skizze |
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Als ich Manlik im März 2008 widersprach, weil der mir gegenüber Falsches
unterstellte, und damals den oben genannten Schichtleiter als quasi „Unparteiischen“ einbezog, "Was hältst Du vom Herrn Koppe?!!",
brauchte der erst ein paar Sekunden, um sich schließlich ein entrüstetes Gesicht aufzusetzen "Ja, unmöglich, wie
sich Herr Koppe präsentiert!?!". Das Problem unserer Gesellschaftsform - also auch im Größeren ist, dass am Ende jeder nur auf seinen
persönlichen Vorteil bedacht ist. Je größer der Unterschied zwischen
Oben und Unten, desto schwieriger wird
es auch, sich in die Situation des jeweils anderen hinein zu versetzen. Das
eigenständige Denken wird
heute ersetzt mit Feststellungen wie: "Die Zeit hat sich verändert, das ist halt heute so",
womit dieser Trend zum Selbstläufer erklärt wird. |
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Dispotür
- Abmahnung Nr. 3 |
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"Allerletzte Abmahnung" und zwei Gespräche mit Udo Manlik |
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Einige Vorbemerkungen: Grundlage der von Herrn Manlik am 09.04.08 angesprochenen diversen Probleme war ein Vorkommnis: mein Urlaub von 26.02. bis 13.03.08 auf Kreta. Bereits während des Zwischenstopps in Saloniki wurde mir mein Geldbeutel gestohlen, darin u.a. mein FMG-Ausweis, den ich wegen unseres geparkten Fahrzeugs im Parkhaus 8 mitgenommen hatte. Ein Teil der folgenden Probleme ergab sich hieraus. Der andere Teil des Problems: Die meiste Zeit des Urlaubs hielten wir uns bei bis über 20 Grad an der Südküste Kretas auf. Wieder in München zurück (13.-18.03.) hatte es Dauerfrost, außerdem war es sehr stürmisch. Die ersten Tage nach Wiederaufnahme meiner Arbeit am Airport war ich als "integrierter Abgepäckfahrer" im T2 eingeteilt; eine Arbeit, die einerseits Schwerarbeit bedeutet (Koffer von den Bändern in Wägen stapeln), andererseits auch die Fahrt im kalten Rofan beinhaltet (Rofan-Halteplätze draußen vor den Toren zum T2). Offenbar war durch die Temperaturdifferenz zwischen Urlaub und Arbeit, sowie dem ständigen hin- und her zwischen körperlich schwerer Arbeit im Warmen und der eher konzentrierten Fahrertätigkeit im Kalten die Voraussetzungen für eine Erkältung erfüllt. Diese machte sich dann ab dem 20. und 21.03. bemerkbar. Krankheitsbedingtes unentschuldigtes Fehlen: In der Nacht von 21. zum 22.03. schlug sich die Erkältung
ganz massiv auf Hals und Stimmbänder. Ab Samstag vor Ostern (22.03.) blieb
mir die Sprache weg. Ich konnte nicht zur Arbeit. Noch schlimmer: meine
Versuche, telefonisch auf meinen Notstand aufmerksam zu machen versagten!
Ein Freund am anderen Ende henkte ganz einfach den Hörer ein. Als Folge
dessen versuchte ich erst gar nicht, die Schichtleitung anzurufen (tat dies
dann zwei Tage später). Gleichzeitig war nun, während des Osterwochenendes
auch kaum ein Arztbesuch möglich, denn dazu müsste ich erst den Notdienst
ausfindig machen. Ich besitze derzeit kein Auto, komme seit 4 Jahren zumeist
problemlos (niedrige Fehltage-Quote) mit dem Fahrrad
zur Arbeit. So blieb ich wegen meiner massiven Erkältung und dem weiterhin
frostigen und stürmischen Wetter notgedrungen daheim.
fehlende bzw. falsche Stempelzeiten: Unmittelbar nach dem Verlust meines FMG-Ausweises hatte ich per eMail von Athen aus Kontakt zu Wolfgang Hofer (Ausweisamt) aufgenommen, der daraufhin meinen Ausweis sofort sperrte, und einen neuen in Auftrag gab. Bereits während des ersten Arbeitstages (Eintritt mit
Ersatzausweis) suchte ich vom T2 aus eine Gelegenheit, um zur Ausweisstelle
zu gelangen, fand aber erst vor Beginn meiner S2-Schicht am 26.03. auch Gelegenheit,
den Ausweis schließlich von Frau Schwarz-Moser abzuholen. Sie erklärte
mir, dass ich bei Rückfragen die Tel. 36000 anrufen sollte. Diese Nummer
wählte dann auch der Schichtleiter, der mich am 27.03. in sein Büro
zitiert hatte, und ich von diesem
erfuhr, dass der Ausweis nicht funktioniert.
Da ich nun vom Schichtleiter T2 erfahren hatte, dass
mein Ausweis nicht funktioniert, verlor für mich das Stempeln innerhalb der
nächsten Tage seinen Sinn. Ich konzentrierte mich auf meine Arbeit, ließ statt dessen das
Formblatt vom zuständigen Schichtleiter oder Disponenten unterzeichnen, wollte die Lösung des Problems abwarten,
welches ich bei der Zeiterfassungsstelle vermutete. Dazu hatte ich am 07.04.
per eMail einige ganz konkrete Fragen in Richtung Frau Schöfbeck bzw. Herr
Pieber gestellt
Um zu zeigen, dass ich mich um die Klärung meiner
fehlenden Stempelzeiten bemüht habe:
- Ich denke, die Antwort von Frau Schöfbeck erklärt
vieles: "Die Stempelzeiten vom 17.03. bis 22.03. und
26.03.":
"... und die "gehen"-Zeit vom 06.04.": Das erste Gespräch mit Herrn Udo Manlik am 09.04. (anwesend auch Herr Bock): Manlik legt den Auszug der Zeiterfassungsstelle mit all den
Fehlzeiten bzw. Doppelmeldungen vor und verlangt eine Erklärung.
- meine eMail-Erfahrungen am Airport: Zwei Jahre zuvor beteiligte ich mich per eMail am Ideenpool (siehe: "Jede Idee zählt") – erhielt darauf nie eine Antwort. Manlik fragte: "Wie kann es sein, dass die
Zeiterfassung am 05.04. nur eine Anfangszeit enthält und keine
Ende-Zeit?"
Am Ende des Gesprächs kamen Manlik und ich überein, dass ich ihn am 16.04. (den nächsten Mittwoch) anrufen soll, um einen weiteren Termin zu vereinbaren, in welchem ich die Antworten auf seine noch offenen Fragen präsentieren soll. Das zweite Gespräch mit Udo Manlik. Am 16.04. rufe ich wie vereinbart an. Es ist 11 Uhr und
ich habe Mittagpause. Manlik meint, um 12.15 Uhr soll ich in sein Büro
kommen.
Auch wenn BR Michael Eberl nicht der BR-Liste angehört, die ich
favorisiert hatte (interessieren würde mich,
ob von der Sekretarialts-Stelle ausgehend automatisch erst mal nach
Vertretern bestimmter Listen gesucht wird, denn auch bei späteren Anrufen erhielt ich nie
jemanden der ver.di-Liste), war ich doch sehr froh, dass sich dieser recht
wohltuend nicht-schichtleiter-konform gab, um Fragen á la: "was halten Sie von Herrn
Koppe?" mit "Meister, Sie haben wie immer Recht!" zu beantworten,
um mir
auch hinterher nochmal fast eine ganze Stunde Auskunft zu geben
Eberl erläuterte dabei, wieso er nicht an einen Verkauf des BVD
(GH) an ein Konsortium (Heuschrecken) glaubt, dafür eine Ausgliederung
(Billigtochter) für wahrscheinlicher hält, und
machte mir nochmal klar, dass er weder das eine oder andere befürwortet,
sondern dies lediglich seine Einschätzung des Arbeitgebervorhabens ist, dass die
rein rechtlichen Möglichkeiten für den Betriebsrat bei einer Ausgliederung
sehr beschränkt sind. Völlig einig waren wir uns darüber, dass sowohl die eine wie
die andere Entscheidung zu Lasten der Beschäftigten geht!
Jedenfalls hatte ich vor diesem recht konstruktiven Dialog mit
Eberl auch beim zweiten Gespräch mit Manlik eine Reihe von
Merkwürdigkeiten erlebt. Als ich ihm aufgrund seiner Fragen u. a. meine
Abschrift einer eMails vorlese: "Frau Schöfbeck per eMail am 07.04.: die
Auswertung Ihrer angegebenen neuen Ausweisnummer konnte einige Stempelzeiten
wieder bringen..." unterbricht mich Manlik heftig: "Frau
Schöbeck antwortete nicht am 07. sondern erst am 08.04. !"
Ich wiederholte nochmal, dass es mir leid tut, wenn es aufgrund von
Nachlässigkeiten, die in meinem Verantwortungsbereich liegen, zu Fehlern
kommt – und ich bin grundsätzlich auch bereit, dafür Verantwortung zu
übernehmen.
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Motivation, Erfahrungen, Philosophie, Psychologie |
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Vom Sinn positiver Motivation, die man erreicht, wenn
Mitarbeiter ernst genommen werden Ich war u.a. zweimal Vorsitzender gemeinnütziger Vereine (siehe
www.erding-life.de/xed/brutto.html
und www.erding-life.de/gsprung)
Sollte eine solche Haltung nicht auch für ein
Unternehmen wichtig sein, um die Mitarbeiter in einen solchen Dialog
einzubeziehen - nicht in dem Sinn, die Schwächen sondern die Stärken der Mitarbeiter
für eine Gruppe zugänglich zu machen?
Der Anspruch des gegenseitigen Ernstnehmens mit dem
Akzeptieren des Gegenübers fehlt mir gerade bei manch Vorgesetztem. Lob findet ohnehin nicht statt!
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vom leisen Sterben der Mitbestimmung
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Die letzte "echte" Betriebsversammlung der FMG wurde am 06.12.2007, eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung abgesagt. Ich selbst war an diesem Tag extra 3 Stunden vor meiner Spätschicht zur Arbeit geradelt.
Als ich eben dabei war, mich vom Aufenthaltsraum im T2 an
den Ort der Versammlung zu bewegen, kamen die ersten Kollegen gerade von dort
zurück. |
a |
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Ein BR-Vorsitzender, der Betriebsversammlungen absagt, macht sich gegenüber
der Meinung und den Interessen der eigenen Belegschaft unabhängig, denn
er braucht weder auf die Meinung der Beschäftigten eingehen, noch seine Entscheidungen
gegenüber dem Arbeitgeber zu rechtfertigen.
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"Wir wissen, wo der Ball liegt" Die allerletzte Betriebsversammlung, die ich am Airport
miterlebt habe, wurde atomisiert, fand ab 8. Juni 2008 zu unterschiedlichen Tagen an unterschiedlichen Orten statt.
Obwohl es den Kollegen im BVD so schwer wie nur möglich gemacht wurde, bei der
ersten Versammlungen in der Kantine im Verwaltungsbereich dabei zu sein, der
08.06.außerdem
der erste Spieltag der Deutschen Fußballnationalmannschaft (Deutschland - Polen
2:0) bei der EM in
Österreich war, hatten doch
zumindest einige Dutzend BVD'ler den Weg dorthin gefunden. Einige berichteten
dann darüber,
dass ihre Teilnahme als unentschuldigtes Fehlen gewertet würde, mit der Konsequenz
einer fristlosen Kündigung. Zuvor hatte die Geschäftsleitung
mit Aushängen die Teilnahme während der Arbeitszeit untersagt, und
entsprechend gewarnt.
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links: BR-Vors. Grassl redete viel über Fußball und
einem Golfturnier Grünbach - zugunsten Suchtprävention.
rechts: Sein Listen-Kollege gab sich
als Mauermeister und ignorierte die Fragesteller solang, bis es nicht mehr anders ging.
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Als BR Börries
eben dabei war, die Situation des BVD aus seiner Sicht darzustellen,
bricht im Zuhörerbereich ein Kollege zusammen, und wie aufs Stichwort
eilt Sanitäter Grassl nach hinten, um Erste Hilfe zu leisten - Und die Betriebsversammlung war beendet.
Wieso der Ball liegt wo er liegt Seit der Wahl Graßls zum
BR-Vorsitzenden fragte ich mich nach den Hintergründen, die dies
ermöglicht haben.
Dabei fiel mir neben einer geschickten
Strategie der beiden Koalitionäre Graßl und Siegl (siehe Link) vor allem der gute Kontakt zur Lokalpresse
auf, vor allem zum Redakteur des Erdinger Anzeiger.
... doch letztendlich gab es nicht nur das Amtsgericht, mitsamt der lokalmedialen Couleur!
Für einen bestimmten Typ von Unternehmen ist neben einer schwachen Arbeitnehmervertretung der Wert guter Pressearbeit enorm wichtig. Und manchmal tragen die Früchte sehr bizarre Formen. Während die Pressearbeit "spitze" ist, und der Flughafen "wächst und wächst" sind lediglich die Beschäftigten, die diesen Erfolg zustande gebracht haben, leider ihren Lohn nicht wert.
Ich fragte mich, wieso wenigstens der
Betriebsrat als Interessensvertretung der Beschäftigten nicht offensiver
die Interessen der Beschäftigten vertritt, und erfuhr von der
Betriebsratsminderheit von Graßl's angeblicher Bevorzugung bzgl. einer vom Arbeitgeber hochdotierten
Angelegenheit, womit natürlich ein deutlicher Interessenskonflikt
als Arbeitnehmer-Vertreters erklärbar wäre, und erfuhr, wieso
Gewerkschaftler Graßls Wahl auch
wegen anderer Unregelmäßigkeiten anfochten. Der BR-Vorsitzende musste
also damit rechnen, im Bundesarbeitsgericht zu unterliegen und
kein Wunder: Das weitere Ergebnis: Der Wahlvorstand wurde nun gesetzlich verpflichtet, "unverzüglich Betriebsratswahlen" zu ermöglichen.
Was es nun hilft, dass der Wahlvorstand noch ganz kurz zuvor ausschließlich
mit Graßl-Leuten besetzt wurde? |
| Billig und Rechtlos - als Bauernopfer der neoliberalen Globalisierung? |
in Arbeit ...
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